Österreichische Unternehmen verzichten trotz gewaltiger Fördersummen sehr häufig auf die Möglichkeit, ihre geplanten Projekte von der öffentlichen Hand unterstützen zu lassen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen lassen oft aufgrund von Unwissenheit oder Scheu vor dem hohen administrativen Aufwand die Chance einer öffentlichen Förderung ungenützt. Mit den folgenden zwei Fördermöglichkeiten können einfach und rasch Fördergelder lukriert werden.

Innovative Kooperationsprojekte im Logistik-Bereich

Der Verein Netzwerk Logistik bietet für Mitgliedsunternehmen eine Förderung für innovative Kooperationsprojekte im Bereich Logistik an. Diese Fördermöglichkeit ist eine Initiative des Landes OÖ und wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. Das Ziel dieser Förderung ist die Stärkung der Innovationskraft und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von oberösterreichischen Unternehmen. Gezielt soll dabei auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen eingegangen werden.

Förderungsgegenstand: Als Kooperationsprojekte gelten generell solche, an denen mindestens drei VNL-Mitglieder, davon mindestens zwei KMU teilnehmen. F&E bzw. Qualifizierungseinrichtungen können auch als Kooperationspartner auftreten, jedoch nicht als direkte Förderungswerber. Innovative Kooperationsprojekte, die in den folgenden Bereichen durchgeführt werden, sind förderungsfähig:

  • Technologie (bspw. Wareneingang und Einlagerung mit Hilfe von Barcode, Kommissionierung mit Pick-by-Voice, Einführung von "Vendor-Managed-Inventory" ? VMI)
  • Organisation (bspw. Durchlaufzeitverkürzung, Bestandsreduzierung oder Einführung eines ERP-Systems)
  • Qualifizierung (bspw. maßgeschneiderte Bildungsmaßnahmen für Logistik-Mitarbeiter)


Förderungsintensität:
Die maximale Förderungsintensität beträgt 50 % der auf den Projektpartner entfallenen förderbaren Nettokosten, bzw. max. 37.000 Euro pro Projektpartner. Als förderbare Kosten werden anerkannt:

  • Personalkosten (Lohn- und Lohnnebenkosten)
  • Externe Dienstleistungen und Beratungsleistungen mit max. 1.046 Euro pro Tag
  • Sonstige Kosten, insbesondere für Projektdokumentation und Ergebnisverbreitung (bspw. Leitfadenerstellung oder Informationsveranstaltungen)


Kontakt:
Für Fragen steht Ihnen DI (FH) Johann Laglstorfer vom Verein Netzwerk Logistik zur Verfügung.
E-Mail: johann.laglstorfer(at)vnl.at
Tel.: +43 (0)7252/98281-6102
Web: www.vnl.at

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Neue Förderungsmöglichkeiten für Verkehrsprojekte

Insbesondere im Verkehrsbereich bedarf es konkreter Erfolgsprojekte zur effektiven Bekämpfung des Klimawandels. Dabei geht es um Rationalisierung und eine effizientere Abwicklung von Transporten ebenso wie um technische Verbesserungen von Fahrzeugen und Kraftstoffen. Daher hat das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (kurz: Lebensministerium) in Kooperation mit der WKO, dem WIFI Unternehmerservice sowie der Kommunalkredit Public Consulting GmbH eine Initiative zur breiten Forcierung von betrieblichem Mobilitätsmanagement gestartet. Hilfestellung für Betriebe in Österreich bietet dabei das kostenlose, vom Lebensministerium finanzierte klima:aktiv mobil Beratungsprogramm "Mobilitätsmanagement für Betriebe".

Zwei Förderungsschienen zur Unterstützung:

Die beiden Förderungsschienen des Lebensministeriums unterstützen dabei Projekte, die zu einer Reduktion von klimarelevanten Gasen (insbesondere

Kohlendioxid) bzw. Stickoxid- und Feinstaubemissionen im Verkehrs- und Transportbereich führen. Die förderungsfähigen Maßnahmen betreffen unterschiedliche Bereiche, bspw. die CO2-relevante Umstellung von Transportsystemen und Fuhrparks oder die Forcierung des öffentlichen sowie des Rad- und Fuß-gängerverkehrs für die Wege der MitarbeiterInnen zur und von der Arbeit. Durch Maßnahmen im Bereich der Logistik kann die Effizienz von Lieferfahrten erhöht sowie die Anzahl von (Leer-)Fahrten reduziert werden. Angesprochen sind alle Unternehmen in Österreich, die betriebliche Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Mobilität ergreifen.

Dazu gehören u.a. folgende Maßnahmen:

  • die Umrüstung von Fahrzeugen auf Erdgas, Ethanol, Biodiesel/-gas oder andere pflanzliche Treibstoffe, sowie innerbetriebliche Distributions- und Betankungsanlagen für mit alternativen Kraftstoffen betriebene Fahrzeuge,
  • die Umstellung von Transportsystemen und Fuhrparks,
  • die Einrichtung von Verkehrsinformations- und Logistiksystemen und die Anschaffung von Tourenoptimierungssystemen,
  • Förderbandsysteme z.B. in Steinbrüchen als Ersatz für Radlader / Lkw,
  • Mobilitätsmaßnahmen für MitarbeiterInnen,
  • Durchführung von Spritspartrainings etc.


Kontakt:

Für Fragen zum klima:aktiv mobil Beratungsprogramm des Lebensministeriums "Mobilitätsmanagement für Betriebe" stehen Ihnen Dr. Max Herry, DI Markus Schuster, DI Clemens Piffl von HERRY ? KLIMABÜNDNIS ? ROSINAK zur Verfügung
Tel: +43 1 504 12 58?50
E-Mail: office(at)mobilitaetsmanagement.at
Web: www.mobilitaetsmanagement.at bzw. www.klimaaktivmobil.at