Die jüngsten Katastrophenereignisse (Tsunami 2004, Erdbeben in Pakistan 2005, usw.) haben die Schwachstellen der derzeitigen Beschaffungssituation in der internationalen Katastrophenhilfe aufgezeigt. Im Katastrophenfall beschafft jede international tätige Hilfsorganisation (NGO) für sich alleine die benötigten Hilfsgüter. Es erfolgt keine NGO-übergreifende Bündelung des Bedarfs. Die Konsequenzen sind einerseits große qualitative Unterschiede bei den Hilfsgütern und andererseits können keine Skaleneffekte (Economies of Scale) ausgenützt werden. Zudem gibt es kaum Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten und das Lieferantennetzwerk wird großteils erst als Reaktion auf den Katastrophenfall aufgebaut. Beispielsweise wurden Winterjacken, Stöckelschuhe und Trinkwasserflaschen in die vom Tsunami betroffenen subtropischen Regionen geschickt, wohingegen nicht-winterfeste Zelte für die vom Erdbeben betroffene Kaschmirregion in Pakistan eingekauft wurden. Die unzureichende Kennzeichnung der Verpackung der Hilfspakete führt oftmals zu großen Behinderungen des Materialflusses. Eine falsche Ausführung der Gebrauchsanweisungen von Arzneimitteln führt dabei sogar zu tödlichen Anwendungen und Dosierungen. Die EU, als weltweit größter Spendengeber für die humanitäre Hilfe, möchte durch sein Generaldirektorat für Humanitäre Hilfe (ECHO) mit der Schaffung von so genannten Humanitarian Procurement Center (HPC) auf diese Schwachstellen reagieren. In der vorliegenden Arbeit werden systematisch die Anforderungen, die ein solches Humanitarian Procurement Center erfüllen muss, ausgearbeitet und argumentiert. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert eine Marktanalyse mit den etablierten österreichischen NGOs. Abschließend werden aus der Vielzahl an Anforderungen die entscheidenden Akzeptanzfaktoren für ein HPC zusammengefasst.

Ausgangssituation
Die jüngsten Katastrophenereignisse (Tsunami 2004, Erdbeben in Pakistan 2005, usw.) haben die Schwachstellen der derzeitigen Beschaffungssituation in der internationalen Katastrophenhilfe aufgezeigt. Im Katastrophenfall beschafft jede international tätige Hilfsorganisation (NGO) für sich alleine die benötigten Hilfsgüter. Es erfolgt keine NGO-übergreifende Bündelung des Bedarfs. Die Konsequenzen sind einerseits große qualitative Unterschiede bei den Hilfsgütern und andererseits können keine Skaleneffekte (Economies of Scale) ausgenützt werden. Zudem gibt es kaum Rahmenvereinbarungen mit Lieferanten und das Lieferantennetzwerk wird großteils erst als Reaktion auf den Katastrophenfall aufgebaut. Beispielsweise wurden Winterjacken, Stöckelschuhe und Trinkwasserflaschen in die vom Tsunami betroffenen subtropischen Regionen geschickt, wohingegen nicht-winterfeste Zelte für die vom Erdbeben betroffene Kaschmirregion in Pakistan eingekauft wurden. Die unzureichende Kennzeichnung der Verpackung der Hilfspakete führt oftmals zu großen Behinderungen des Materialflusses. Eine falsche Ausführung der Gebrauchsanweisungen von Arzneimitteln führt dabei sogar zu tödlichen Anwendungen und Dosierungen.

Ziel
Die EU, als weltweit größter Spendengeber für die humanitäre Hilfe, möchte durch sein Generaldirektorat für Humanitäre Hilfe (ECHO) mit der Schaffung von so genannten Humanitarian Procurement Center (HPC) auf diese Schwachstellen reagieren. Ein professionelles Humanitarian Procurement Center (HPC) bietet in seiner Position als organisationsübergreifender Beschaffungsdienstleister die Möglichkeit diesen Bedarf zu bündeln und somit die Effizienz der internationalen Katastrophenhilfe zu steigern. ECHO sieht darüber hinaus in der Schaffung eines HPCs auch eine qualitative Verbesserung der internationalen Katastrophenhilfe. Folgende Forschungsfrage soll durch diese Diplomarbeit beantwortet werden: "Welche Anforderungen muss ein Humanitarian Procurement Center erfüllen, damit es von seinen potenziellen Kunden am Markt akzeptiert und mit der Beschaffung von Hilfsgütern beauftragt wird?"

Umsetzung
In der vorliegenden Arbeit werden systematisch die Anforderungen, die ein solches Humanitarian Procurement Center erfüllen muss, ausgearbeitet und argumentiert. Einen wichtigen Beitrag dazu liefert eine Marktanalyse mit den etablierten österreichischen NGOs.

Ergebnis
Abschließend werden aus der Vielzahl an Anforderungen die entscheidenden Akzeptanzfaktoren für ein HPC zusammengefasst.

Arbeitsstunden
1000

Projektleitung
Mag. König Werner, http://www.voestalpine.com/logserv/de

Unternehmen
Österreichisches Rotes Kreuz, http://www.roteskreuz.at

Kontakt
Fuhrmann Andreas, andreas.fuhrmann(at)roteskreuz.at

Bereich
Logistikdienstleister

Themenfeld
Beschaffung