JIT - Just in Time
Just in Time (engl. für "gerade zur rechten Zeit") steht für eine produktionssynchrone bzw. eine kunden-
bedarfsorientierte Beschaffung, bei der alle benötigten Materialien und Produkte in der richtigen Menge und am richtigen Ort erst dann produziert bzw. bereitgestellt werden, wenn in der Produktion bzw. am Markt Bedarf besteht.
Kurzbeschreibung
Just in Time ist eine Denkhaltung, die sich aus der in den 1950er Jahren angewandten Produktionsorganisation (Toyota Production System) des japanischen Automobilkonzerns Toyota entwickelte, um sowohl den internen als auch den externen Materialfluss zu rationalisieren. Seit damals hat sich dieses Konzept so weiterentwickelt, dass die gesamte Lieferkette - vom Kunden bis zum Lieferanten - miteinbezogen wird.
Aufgaben & Ziele
Ziele dieser Philosophie sind:
- Verschwendungen zu eliminieren
- Durchlaufzeiten zu verkürzen
- Verbesserungen entlang der gesamten logistischen Kette (Supply Chain) durchzuführen
Neben verbesserter Qualität sind somit auch erhebliche Kostenvorteile zu erzielen.
Merkmale und Voraussetzungen
Die JIT-Philosophie baut neben geschulten, motivierten und informierten Mitarbeitern auf folgende drei Elemente auf:
- Produktionssynchrone Anlieferung (JIT)
- Die Fertigungssegmentierung (Flussprinzip)
- Integrierte Informationssysteme (KANBAN)
Vorteile
Als Vorteile sind zu nennen:
- Reduzierung der Durchlaufzeiten
- Senkung des Lagerstandes
- Stückkostenreduzierung
- Erzielung einer besseren Qualität
- Erhöhung des Servicegrades
- Erhöhung der Mitarbeitermotivation
- Erhöhung der Produktivität
- Leichteres Aufdecken von Schwachstellen
Nachteile
Nachteilig beim JIT-Konzept können sich auswirken:
- die Abhängigkeit von den Zulieferern
- die lange Implementierungszeit
- höhere Transportkosten durch häufigere und kleinere Lieferungen
- ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, weil "das Lager auf die Straße gelegt wird"
Weitere Informationen zu diesem Begriff finden Mitglieder unter folgendem Link.

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