In einem sich dynamisch verändernden Wettbewerbsumfeld gilt es, logistische Prozesse immer wieder neu zu gestalten und kunden- sowie kostenorientiert zu optimieren. Um Image und Kosten des Unternehmens positiv zu beeinflussen leistet die Logistik essentielle Dienste und ist somit maßgeblich mitverantwortlich für den Unternehmenserfolg. Die aktuelle Wirtschaftskrise hat dazu beigetragen, dass vermehrt über die Gestaltung und Optimierung der Zukunft nachgedacht wird. Diese Überlegungen beinhalten unter anderem auch das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung in Zusammenhang mit dem Supply Chain Management.
Integriertes Gesamtkonzept
Mit nachhaltiger Entwicklung ist neben dem Fokus auf umweltpolitische Ziele und Maßnahmen, gleichberechtigt auch der Fokus auf soziale und ökonomische Ziele und Maßnahmen gelegt. Noch herrscht in vielen Unternehmen große Skepsis, ob alle drei Dimensionen in ein Gesamtkonzept erfolgreich integriert werden können.
Triebfeder für den Unternehmenserfolg
Trotz der vorhandenen Skepsis beweisen immer mehr Unternehmen, die Herausforderung des integrativen Ansatzes bewältigen zu können. Nachhaltigkeitskonzepte werden ganz konkret für Kosteneinsparungen (Stichwort Energieeffizienz) und/oder Mitbewerbs-Differenzierung am Markt genutzt. Ökologische und soziale Aspekte vor allem im Supply Chain Management zu integrieren kann ergo zu ökonomisch attraktiven Nebeneffekten führen.
Praxisbeispiele, Erfolgskonzepte und Denkmodelle
Kaum ein anderer Unternehmensbereich hat so viele Möglichkeiten Nachhaltigkeit in die Praxis umzusetzen, wie die Logistik. Vom Einkauf und der Beschaffung, über die Produktion, Lagerhaltung bis hin zur Distribution bieten sich zahlreiche Gelegenheiten ökologische und soziale Verantwortung wahrzunehmen. Wie Unternehmen nachhaltige Logistik als Triebfeder ihres Erfolges nutzen erfahren Sie auf dem Logistik-Forum Vorarlberg 2010, welches ein abgestimmtes Portfolio an Praxisbeispielen, Erfolgskonzepten und Denkmodellen präsentiert.
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Programm
| Bis 12:00 Uhr | Individuelle Anreise WIFI Campus Dornbirn |
|---|---|
| 12:00 - 13:00 Uhr | Empfang, Mittagsbuffet und Ausstellungsbesichtigung |
| 13:00 - 13:15 Uhr | Begrüßung und Vorstellung der Aktivitäten des VNL Mag. (FH) Philipp Wessiak, Obmann Verein Netzwerk Logistik - Region WEST |
| 13:15 - 13:30 Uhr | Grußworte und Eröffnung des Logistik-Forums Vorarlberg 2010 |
| 13:30 - 14:15 Uhr | Cradle to Cradle: das intelligent ökologische Produktdesign Albin Kälin, Geschäftsführer der EPEA Switzerland |
| 14:15 - 14:45 Uhr | LifeCycle Tower: Ein nachhaltiges Konzept zur Industrialisierung der Baubranche Mag. Michael Zangerl, Projektleiter, Rhomberg Bau |
| 14:45 - 15:15 Uhr | Die Bedeutung von Nachhaltigkeit in KMUs am Beispiel eines steirischen Forstbetriebes Dr. Gert Andrieu, Unternehmer, Forstgut Allerheiligen |
| 15:15 - 15:30 Uhr | Fragen und Diskussion zum Vortragsblock 1 |
| 15:30 - 16:15 Uhr | Pause und Ausstellungsbesichtigung |
| 16:15 - 16:45 Uhr | Herausforderungen einer ökologisch & sozial verträglichen textilen Wertschöpfungskette Diane Gerth, Head of Productmanagement & Sales Apparel, REMEI |
| 16:45 - 17:15 Uhr | Kleine Maßnahmen - große Wirkung Praxisorientierte Nachhaltigkeitsansätze für KMUs Werner Abbrederis, Geschäftsführer GIKO Verpackungen |
| 17:15 - 17:30 Uhr | Fragen und Diskussion zum Vortragsblock 2 |
| 17:30 - 17:45 Uhr | Pause und Ausstellungsbesichtigung |
| 17:45 - 18:15 Uhr | Nachhaltigkeit im Re-Design der Henkel Supply Chain Dr. Johann Seif, Leitung Supply Chain Operations, Henkel |
| 18:15 - 18:45 Uhr | Podiumsdiskussion: Die Logistik der Zukunft - im Spannungsfeld zwischen Ökonomie & öko-sozialer Verantwortung? |
| ab 18:45 Uhr | Festliches Abendbuffet und Netzwerken |
Sponsoren
Moderation
Benedicte Hämmerle, imPlus Unternehmensentwicklung
Benedicte Hämmerle ist Gesellschafterin der imPlus Unternehmensentwicklung GmbH und als Unternehmensberaterin und Moderatorin seit über 10 Jahren international tätig. Als Organisationsberaterin begleitet sie Unternehmen bei strategischen Veränderungsprozessen wie zum Beispiel im Zuge von Unternehmensnachfolgen, Kauf/-Verkauf von Unternehmen oder innerhalb einer Post Merger Integration Phase.
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Referenten & Themen
Cradle to Cradle: das intelligent ökologische Produktdesign
Das Cradle to Cradle Designkonzept ist eine grundlegend neue Herangehensweise Produkte zu designen. Zur Herstellung eingesetzte Materialien sollen als technische oder biologische Nährstoffe in Kreisläufen zirkulieren und von der Wiege zur Wiege (Cradle to Cradle) wiederverwendet werden.
Albin Kälin ist einer der Pioniere auf dem Gebiet des Cradle to Cradle und hat bereits in den 90er Jahren als Geschäftsführer der Rohner Textil die ersten Cradle to Cradle Produkte weltweit mit der Produktlinie Climatex auf den Markt gebracht.
Seit 1993 ist der Austausch zwischen Albin Kälin und des Cradle to Cradle Begründers Prof. Dr. Michael Braungart sehr intensiv. Von 2005 bis 2009 war Albin Kälin Geschäftsführer des von Prof Michael Braungart gegründeten Instituts EPEA Int. Umweltforschung in Hamburg und 2008 - 2009 zusätzlich bei EPEA Holland. Ende 2009 hat Albin Kälin EPEA Switzerland in Bäch gegründet, von wo aus anspruchsvolle Cradle to Cradle Projekte in allen Industrien der Schweiz und Österreich sowie für die Textilindustrie weltweit entwickelt und implementiert werden.
Film: Nie mehr Müll - Leben ohne Abfall
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=3817370
LifeCycle Tower: Ein nachhaltiges Konzept zur Industrialisierung der Baubranche
Die globale Bauwirtschaft verantwortet rund 40% des heutigen Energie- und Ressourcenverbrauchs und verursacht 40% des Abfallaufkommens sowie CO2 Ausstoßes. Der urbane Städtebau basiert überwiegend auf konventionell gefertigten Prototypen mit langen Bauzeiten und komplexen Bauabwicklungen.
Mit dem LifeCycle Tower wurde von Rhomberg Bau ein Holz-Bausystem entwickelt, das für mehrgeschossige Hochbauten individuell adaptiert in kürzester Zeit errichtet werden kann und einen minimierten Ressourcen- und Energieeinsatz während des gesamten Lebenszyklus garantiert.
Die mit dem internationalen Leuchtturmprojekt für nachhaltigen urbanen Holzbau zusammenhängende Logistik wird von Mag. Michael Zangerl, Projektleiter des LifeCycle Tower, vorgestellt.
Die Bedeutung von Nachhaltigkeit in KMUs am Beispiel eines steirischen Forstbetriebes
Dr. Gert Andrieu ist Leiter und Eigentümer des Forstgutes Allerheiligen in der Steiermark. Vormals war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Joanneum Research Forschungsgesellschaft im Bereich Klimaforschung und an der Politischen Akademie im Bereich Politikberatung tätig. Aktuell fungiert er als Lehrbeauftragter für Wirtschaftsethik, Ethik in der Beschaffung und gilt als Fachmann für Führungskräftetraining.
In seinem Vortrag geht Dr. Gert Andrieu auf den Einfluss der klimatischen Änderung ein. Er behandelt die Frage, ob Standards und Labels in der Primärproduktion den entscheidenden Schritt in Richtung Nachhaltigkeit bedeuten und hebt die Stärken der KMUs als so genannte Corporate Citizens hervor.
Herausforderungen einer ökologisch & sozial
verträglichen textilen Wertschöpfungskette
REMEI versteht sich als professioneller Prozess- und Wertschöpfungskettenmanager im B2B. Insgesamt befinden sich 54 Unternehmen im bioRe Partner-Netzwerk und produzieren für Kunden wie Coop, Mammut, Monoprix Frankreich, Greenpeace, Elkline, Globetrotter und Rewe Deutschland - Produkte wie Bekleidung Taschen, Küchentücher, Handstrickgarne, Bettwäsche, Frottierware etc.
Das Besondere bei REMEI: die gesamte Wertschöpfungskette - vom Faseranbau bis zur Auslieferung der Fertigware an den Kunden - ist ökologisch und sozial verträglich gestaltet. Wie die öko-sozialen Herausforderungen der Kette gelöst werden und welche Vorteile daraus für alle Beteiligten erwachsen, berichtet Diane Gerth, Head of Productmanagement & Sales Apparel, der REMEI.
Diane Gerth ist bereits seit 5 Jahren in ihrer Funktion tätig. Zuvor hat die studierte Textilmanagerin u.a. auch für den Otto Versand in Hamburg, als Einkäuferin und als Projektleiterin im Vorstandsbereich von Dr. Otto in der Abteilung Umwelt- und Gesellschaftspolitik gearbeitet. Dort war sie für das Bio-Baumwollprojekt und die Lieferantenqualifizierung im Konzern zuständig.
Kleine Maßnahmen - große Wirkung
Praxisorientierte Nachhaltigkeitsansätze für KMUs
Die GIKO-Gruppe setzt sich aus drei Unternehmen zusammen: GIKO Verpackungen GmbH, GIKO Rundverpackungen GmbH und GIKO Kartonagen GmbH. Die drei eigenständigen Firmen bieten Verpackungsinnovationen für eine breitgefächerte Kundengruppe an. Die Hauptabnehmer kommen aus der Nahrungs- und Genussmittelbranche, Kosmetik, Metallindustrie und dem Handel.
Umweltschutz hat bei der GIKO Gruppe seit jeher einen hohen Stellenwert - festgelegt in einem eigenen Konzept. Investitionen in energiesparende und umweltschonende Anlagen gehören zur Unternehmensphilosophie. Lösungsmittel-, Wärmerückgewinnungs- und Photovoltaikanlagen sind neben den bewusstseinsbildenden Maßnahmen für die MitarbeiterInnen nur einige Beispiele dieser Firmenphilosophie. GIKO hat vor über 30 Jahren das erste begrünte Dach in der Region realisiert, vor 5 Jahren das erste Hochregallager in Europa aus Holz gebaut. Die MitarbeiterInnen fahren seit über 20 Jahren mit einem Elektroauto (über 100.000 km) zu Terminen in der Region. Im Fuhrpark stehen ausschließlich CO2 arme Fahrzeuge. Die MitarbeiterInnen werden zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Radfahren animiert - hier erfolgt eine monatliche Verlosung als zusätzlicher Anreiz. Es geht darum Hausverstand bei Entscheidungen rund um das Thema Ökologie walten zu lassen. Und das zahlt sich mehrfach aus.
Seit 1999 ist Werner Abbrederis Geschäftsführer der GIKO Verpackungen GmbH und GIKO Rundverpackungen GmbH sowie Geschäftsführer GIKO Holding GmbH. Er ist auch in mehreren nationalen und internationalen Fachausschüssen vertreten.
Nachhaltigkeit im Re-Design der Henkel Supply Chain
Die Firma Henkel ist unter anderem ein führender Erzeuger von Konsumgütern mit einer besonders starken Verpflichtung sich als "nachhaltiger" Produzent zu profilieren. Aus diesem Grund wurde die strategische Ausrichtung der Supply Chain völlig neu konzipiert. Anstatt spezialisierter Massenfabriken wurde die Strategie in Richtung flexibler, schneller, kleinerer Einheiten, die möglichst nahe am Markt produzieren, verändert. Das gesamte Konzept wurde in Europa erfolgreich umgesetzt und führte zu einer massiven Veränderung der Produktions- und Distributionsstruktur.
Dr. Johann Seif ist seit 1987 bei Henkel in den verschiedensten Logistikfunktionen tätig. Seit 2002 in der Funktion des Executive Vice President Supply Chain Management für Henkel CEE und seit 2006 zusätzlich in der Funktion der Leitung Global Supply Chain Operations U-W für Henkel gesamt.
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Aussteller
Die wissenschaftliche Beratungsfirma EPEA (Environmental Protection Encouragement Agency) Switzerland fördert ökologisch sinnvolle Innovationen in den unterschiedlichsten Industrien wie Kosmetik, Textil, Bekleidung, Papier, Automobil, Haushaltsgeräte, etc.
Das erfahrene Managerteam aus Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, sowie die interdisziplinären Wissenschaftlern der EPEA haben gemeinsam mit Unternehmen bereits zahlreiche Produkte unter der nachhaltigen Betrachtungsweise Cradle to Cradle entwickelt und umgesetzt. Ökologisch intelligente Produkte können einen großen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und die nächste industrielle Revolution einleiten.
Die unternehmerische Hochschule
Karriereentwicklung am Management Center Innsbruck
Gegründet 1995/96, hat sich das MCI Management Center Innsbruck mit besonders praxisnahen Studienangeboten auf gradualem, non-gradualem und postgradualem Niveau einen hervorragenden Ruf in der europäischen Hochschullandschaft erworben. Mittlerweile schätzen 2.500 Studierende aus aller Welt das MCI und sein motivierendes Umfeld. Sie sind begeistert von Internationalität, Professionalität und Serviceorientierung, vom besonderen Ambiente des Campus und nicht zuletzt vom Flair der Universitätsstadt Innsbruck sowie dem hohen Freizeitwert Tirols.
Durch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sind MCI-Absolventen am Arbeitsmarkt besonders gefragt. Laufende Spitzenergebnisse in Umfragen und Rankings bestätigen die Richtigkeit ihrer Studienwahl.
Das Studienangebot des Management Center Innsbruck finden Sie unter: www.mci.edu/info
Die VISION-FLOW Software GmbH ist ein international tätiges Unternehmen, dessen Schwerpunkte in Softwareprodukten und Projektabwicklung für den Logistikbereich liegen. Darüber hinaus wird das Angebot durch ein umfangreiches und branchenneutrales Warenwirtschaftssystem, durch die individuelle und unternehmensintegrierte Entwicklung von webfähigen Lösungen, inklusive Webshops abgerundet.
Ein Schwerpunkt von der VISION-FLOW Software GmbH ist die Entwicklung und Pflege eines endanwendertauglichen workflow- und prozessorientierten Werkzeuges, das über die gesamte Supply Chain hinweg eine flexible und absolut individualisierbare Unterstützung bis hin zur Automatisierung anbietet.
V-Research ist ein außeruniversitäres Zentrum für industrielle Forschung und Entwicklung. Mit der Methodenkompetenz für die effiziente Findung und Umsetzung von neuen Lösungen ist V-Research verlässlicher Ansprechpartner für individuelle Innovationsvorhaben.
Im Kompetenzfeld Process Engineering für Konstruktion, Produktion und Logistik im Geschäftsfeld der Technischen Logistik unterstützt V-Research Unternehmen bei der Analyse und Optimierung von Prozessen. Dabei setzen wir innovative Methoden und Werkzeuge zur Modellierung, Simulation und mathematischen Optimierung ein.
x|vise gehört zu den führenden österreichischen Logistikberatern und ist auf die praxisnahe Analyse und Optimierung Ihrer Logistik spezialisiert. Schwerpunkte sind Lager, Beschaffung, Distribution und die Gestaltung der steuernden Informationsprozesse.
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