Das Best Practice Forum am 15. Mai gab im Rahmen der Technologiemesse "intertech" und der Arbeitsschutz-Messe "PREVENTA" Einblick in die Messe- und Eventlogistik. Margit Hinterholzer, Bereichsleiterin Messen & Veranstaltungen und Prokuristin der Messe Dornbirn, sprach über die täglichen logistischen Herausforderungen des Messemanagements. Christian Greber, Inhaber und Geschäftsführer von Greber Catering, zeigte am Beispiel der Welt-Gymnastrada 2007 die beeindruckende Dimension von Großcaterings.
"Wir geben der Region Impulse und interessanten Themen eine Plattform", so Margit Hinterholzer. Neben der Frühjahrs- und Herbstmesse und der soeben erfolgreich über die Bühne gegangene intertech und PREVENTA sind auch die Kirchenmesse "Gloria", die Kunstmesse "art bodensee" sowie die Pflege-Messe "intercura" Bestandteil des regionalen Messeprogramms. Rund 2.500 Aussteller und 250.000 Besucher gilt es pro Jahr auf 34.000 m² Ausstellungsfläche in 17 Hallen zu koordinieren. Hinzu kommen weitere 100 Events pro Jahr und zusätzlich Sportanlässe. Der Blick hinter die Kulissen bot interessante Einsicht in die Bereitstellung ausgefeilter Infrastrukturen und Dienstleistungen sowie in die Herausforderung Informationslogistik im Messegeschäft. "Die Detailarbeit im Vorfeld ist Basis für die reibungslose Durchführung.", ist die Bereichsleiterin Messen & Veranstaltungen überzeugt. "Wir bieten unseren Ausstellern ein umfangreiches Serviceangebot, um ihnen möglichst viel Organisationsaufwand für Ihren Messeauftritt abzunehmen". Um Professionalität in jedem Bereich zu gewährleisten ist eine prozessorientierte Abstimmung mit Technikern, Standbauern, Personalvermittlern, Gastronomen, Transportlogistikunternehmen, Sicherheits- und Reinigungskräften, Versicherungspartnern, Hotels sowie Medien notwendig, um eine Zusammenarbeit "Hand in Hand" zu ermöglichen.
Inhaber und Geschäftsführer Christian Greber blickte zurück auf die logistischen Herausforderungen der World-Gymnaestrada 2007. Die Greber Gastronomie versorgte während dieser Veranstaltung täglich 20.000 Athleten und 5.000 Veranstaltungsbesucher. Er beschrieb die Komplexität der Vorbereitung, Planung und Koordination für 24 verschiedene Menüs an 7 Tagen, 100 zu Mittag ausgegebene Menüs pro Minute sowie den 4-fachen Umschlag auf 4.000 Essplätzen in nur 2 ½ Stunden. Zudem ließ er die Dimension der bewältigten Aufgabe mit Zahlen wie 3.000 kg Nudeln, 6.000 kg Salat und 16.000 kg Gulasch & Geschnetzeltes erkennen. "Alleine für das Anmischen der Salatmarinade von 2.700 Liter wurde eine ganze Woche benötigt.", erzählt Christian Greber schmunzelnd. Vorgabe für das Projekt war die Verarbeitung von hochwertigen und frisch verarbeiteten Lebensmitteln, Nachhaltigkeit durch umweltschonende Prozesse und Partnerschaften mit heimischen Lieferanten sowie perfekter Service. Gegen internationale Mitbewerber, die sich ebenfalls für das Catering dieser Großveranstaltung beworben hatten, setzte sich Greber vor allem mit innovativen Beschaffungsideen, wie dem "Rindfleischprojekt" in Kooperation mit einem Vorarlberger Biobauern, durch. Dabei wurden eigens für die Veranstaltung 25 Bio-Rinder gezüchtet, die entsprechend der Menüplanung nahezu zur Gänze verwertet wurden. Greber demonstrierte in seinem Referat eindrücklich die Bedeutung der Logistik im Catering von Großevents. Hohe Präzision und Sicherheit bei der Planung sind ebenso wichtig wie fundierte Kompetenz und Erfahrung bei der Umsetzung. Dies erstreckt sich von Beschaffung über die Produktion bis hin zur Distribution. Punkte wie Menüplanung, Einkauf, Produktionsprozesse in der Küche, Lagerung und Transport von Speisen, Layout von Essbereich und Ausgabestellen, Reinigung und Retourhandling von Geschirr und Besteck entscheiden letztendlich ebenso wie Stromversorgung, Bereitstellung von Infrastruktur und Anlagen, Notfallpläne, Service und Koordination von über 440 Mitarbeitenden über Erfolg und Misserfolg eines derartigen Events.


