Im Zuge dieser Veranstaltung wurden quantifizierbare Beispiele aus der unternehmerischen Praxis als auch praxisgeleitete Forschungsarbeiten präsentiert, in denen es nachweislich gelungen ist durch ökologisch-motiviertes Handeln ökonomische Vorteile zu erreichen, die auch für andere Unternehmen (im Sinne eines Transfers) replizierbar sind.

Ein Schwerpunkt dieser Veranstaltung wurde auf die technischen und prozessorientierten Möglichkeiten zur Energieeinsparung in der Logistik gelegt.

Zudem wurden konkrete Lösungen und vor allem praxiserprobte Tools für Unternehmen in diesem Kontext präsentiert. Über solche Tools verfügt das Fraunhofer Institut aus Magdeburg genauso wie die INTREST OG.

Das Programm steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

* 1. Vortrag: Elektromobilität: Status in der Forschung und Herausforderungen für die Logistik + Einführung eines Energiemanagementsystems am Fraunhofer IFF - ein Erfahrungsbericht (Dipl.-Ing. Holger Seidel, Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg) 

In diesem Vortrag wurden die Erkenntnisse aus der langjährigen Forschungsarbeit des IFF Magdeburg im Hinblick auf das aktuell breit diskutierte Thema Elektromobilität im Kontext der Logistik vorgestellt sowie das Ergebnis aus dem bereits abgeschlossenen Energiemanagementprojekt, indem die gesamten Energieverbräuche des IFF automatisiert gemessen, visualisiert und schließlich reduziert wurden, präsentiert.  

* 2. Vortrag: Steigerung der Energieeffizienz durch intelligentes Supply  Chain Management (Prof. Dr.-Ing. Siegfried Augustin, ETRI-European Training and Research Institute, Österreich)

In diesem Vortrag hat Prof. Augustin das Thema Energieeffizienz im Kontext einer umfassenden Ressourceneffizienz diskutiert und darauf aufbauend Grundzüge eines Totale Ressource Managements vorgestellt. Dabei wurde auf den Stand und Handlungsbedarf hinsichtlich der Ressource Energie eingegangen, Lösungsansätze präsentiert sowie notwendige Rahmenbedingungen als auch Möglichkeiten und Barrieren aufgezeigt.

*3. Vortrag: HyLOG - mit Wasserstoff Energiewege neu denken (DI Michael Schubert, Fronius International GmbH) 

Wasserstoff kann aus erneuerbaren Energieträgern wie Photovoltaik und Wind dezentral vor Ort gewonnen werden. Er dient als Speichermedium und kann damit die fluktuierende Erzeugung ausgleichen. Als Antriebsenergie in Logistikfahrzeugen eingesetzt, ermöglicht er die vollkommene CO2 neutrale dezentrale Energiekette verbunden mit erheblichen Anwendungsvorteilen.
Jules Verne? Nein, bereits Realität bei Fronius. 

* 4. Vortrag: Nutzen und Potentiale des Einsatzes der Transportemissionsberechnungssoftware ITEQ bei Wögerer Transporte - ein Praxisbericht (Georg  Wögerer M.A., Wögerer Transporte GmbH, Amstetten, Österreich)

In diesem Vortrag wurden die Potentiale des Einsatzes der Transportemissionsberechnungssoftware ITEQ  präsentiert, die sich in einem ganzheitlichen Pilotprojekt bei  Wögerer Transporte gezeigt haben. Ausgehend, von einer kurzen Vorstellung des ITEQ-Tools wurden die Effekte der abgeleiteten, umgesetzten Maßnahmen bei  Wögerer Transporte qualitativ (Auswirkungen auf die Organisation und Mitarbeiter) und quantitativ (Ressourcen, Kosten- und Zeiteinsparung) präsentiert.

* 5. Vortrag: Nachhaltigkeit und Mobilität. Wertschöpfungspotenzial regionaler und überregionaler Akteure (Renate Burian MAS, M. Sc., Präsidentin, CERE Center of Excellence for Renewable Energy, Energy Efficiency and Environment, Wien, Österreich) 

In diesem Vortrag hat Frau Burian Konzepte, Herausforderungen und Lösungen im Kontext von Nachhaltigkeit und Mobilität vorgestellten und  Ergebnisse aus ausgewählten regionalen, nationalen wie überregionalen Projekten, die von CERE begleitet wurden, vorgestellt. 

*6. Vortrag: "Fabrik der Zukunft" - Energieeinsparung durch Industriebetrieb in Passivbauweise (GF Herbert Huemer, XOLAR GmbH, Eberstalzell) 

Das Firmengebäude von Xolar ist das erste europäische Industriegebäude in Passivhaus-Bauweise, welches ohne konventionelles Heizsystem auskommt. Sonnenwärme wird unter dem Hallenboden gespeichert und heizt so das Gebäude im Winter. Dafür werden 800 m² Sonnenkollektoren über den Sheds und 300 m² an der Fassade eingesetzt. Gebäudekonzept und erste Erfahrungen nach der Realisierung wurden dargestellt.

Fotos der Veranstaltung