Das Projekt beschäftigte sich mit einer Wirtschaftlichkeitsanalyse des Eigenfuhrparks bei XXXLutz anhand eines Vergleichs mit externen Dienstleistungsunternehmen (Speditionen).
Ausgangssituation
Derzeit beliefert die Firma XXXLutz, ausgehend vom Zentrallager in Sattledt, etwa 80% der Filialen in Österreich und Deutschland mit dem eigenen Fuhrpark. Die restlichen 20% der Transporte werden mittels Speditionen durchgeführt. Durch den derzeitigen Lagerzubau, welcher Mitte 2006 abgeschlossen sein wird, wird mit einer Verdoppelung des Frachtaufkommens gerechnet.
Ziel
Um die Wirtschaftlichkeit des Eigenfuhrparks zu messen, wurde ein Kostenvergleich des Eigenfuhrparks mit externen Transportdienstleistungsunternehmen durchgeführt, was mittels Angebotseinholung diverser Speditionen erfolgte. Die Angebote wurden zuerst untereinander verglichen. Anschließend wurde eine Gegenüberstellung des Bestbietenden mit den Kosten der firmeneigenen LKWs und dem damit verbundenen Aufwand verglichen.
Umsetzung
Die Umsetzung gliederte sich in folgende Schritte:
1. Erhebung der Ist-Situation (Interne Abläufe, Mengengerüste, Transportwege, aktuelle Transportkosten)
2. Erstellung eines Leistungsverzeichnisses (Rahmenbedingungen, Gliederung der Auspreisungstabellen nach Postleitzahlgebieten für Österreich und Deutschland, Filialverzeichnis mit durchschnittlichen wöchentlichen Transporteinheiten je Filiale, Anzahl der Entladestellen je Tour)
3. Angebotseinholung (Versenden des Leistungsverzeichnisses an ausgewählte Speditionsunternehmen, beantworten von Rückfragen der Speditionen sowie Beschaffung zusätzlicher Informationen und Daten)
4. Ermittlung des bestbietenden Spediteurs (Kostenvergleich der Speditionen untereinander unter Berücksichtigung eventuell anfallender Zusatzkosten - z.B. Palettentauschgebühr)
5. Kostenvergleich mit dem Eigenfuhrpark (Gegenüberstellung des bestbietenden Spediteurs mit den in Phase 1 ermittelten Kosten des Eigenfuhrparks)
6. Rentabiliät des Eigenfuhrparks (Innerhalb welches Radius' ist der Einsatz eigener LKWs sinnvoll?)
7. Zu berücksichtigende organisatorische Aspekte bei Fremdvergabe des Transports (Betrachtung des vermehrten organisatorischen Aufwands, vor allem hinsichtlich der Anmeldung des Transports und Rechnungslegung - Sammelrechnung und Frachtengutschriftverfahren)
Ergebnis
Mittels einer Excel-Kalkulation wurde erhoben, dass sich innerhalb eines Radius' von 130 km der Eigenfuhrpark rechnet. Bei größeren Distanzen ist der Einsatz von Speditionen wirtschaftlicher. Innerhalb dieses Radius' von 130 km liegen 70 von insgesamt 400 Filialen und Lagern, was etwa ein fünftel aller Filialen ausmacht. Durch Kalkulation der entstehenden Kosten bei einem Einsatz des Eigenfuhrparks innerhalb der 130 km und von Speditionen außerhalb dieses Radius' ergab sich ein Kosteneinsparungspotenzial im Vergleich zum reinen Transport mittels Eigenfuhrpark.
Arbeitsstunden
30 Wochenstunden
Projektleitung
XXXLutz/Mag. Bernhard Mildner, http://www.lutz.at
Unternehmen
XXXLutz, http://www.lutz.at
Kontakt
Herr Alexander Bürger, bal(at)lutz.at
Bereiche
TUL, Handel
Themenfeld
Distribution


