Am 29. April 2009 gewährte die Fa. Pöttinger Landtechnik Einblicke in ihre Logistik. Weiters gab es auch die Möglichkeit zu einer Besichtigung des Technologiezentrums.
Seit der Firmengründung im Jahre 1871 hat sich das österreichische Familienunternehmen Pöttinger zu einem der führenden Landmaschinenhersteller Europas entwickelt. Im Produktsortiment Ladewagen weltweit sogar zur Nr. 1. Das Sortiment deckt die gesamte Erntekette ab mit Heuerntegeräten, Lade-, Ernte- und Silierwgen und den unterschiedlichsten Bodenbearbeitungsgeräten.
Das Unternehmen umfasst 4 Produktionswerke - Grieskirchen (Hauptwerk), Landsberg, Bernburg Sätechnikwerk und Vodnany CZ - und 8 Vertriebsstandorte weltweit. Im Geschäftsjahr 2007/2008 wurde konzernweit mit 1.100 Mitarbeiter ein Umsatz von 240 Mio. Euro erwirtschaftet. Mehr als 80 % des Umsatzes werden dabei im Ausland, in über 50 verschiedenen Ländern auf allen Erdteilen, erwirtschaftet.
Folgende Schwerpunktthemen wurden am 29. April präsentiert:
Lieferantenintegration mit DSC (Digital Supply Chain):
Pöttinger kommuniziert digital = papierlos, macht sich gläsern und stellt in einem Internetportal die gesamte Planung seinen Lieferanten zur Verfügung. Diese vertrauensbasierte Zusammenarbeit hat zu einer radikalen Vereinfachung der Abläufe und Reduktion der Informationsflut geführt.
Losgröße 1:
Folgende Maßnahmen zur Erreichung von Losgröße 1 wurden getroffen:
- Einbindung der Lieferanten (Rahmenverträge, kurzfristige Anlieferung)
- Flexible Montage (Montageräder, Total Model Mix)
- Flexible Teilefertigung (Verbrauchsteuerung, Reduktion Rüstzeiten)
RFID:
Im Zuge der Modernisierung der gesamten Ladewagen-Montagestraße, die eine Montage im Total Model Mix ermöglicht, wurde RFID als Identifikationlösung zur vollautomatischen Rückmeldung an den einzelnen Stationen ausgewählt. Das Ziel dabei war, den Fertigungsgrad zu erkennen und auf Basis dieser Daten die an den verschiedenen Stationen verbauten Teile automatisch im SAP-System abzubuchen. Somit wurde eine Fortschrittsgradbuchung automatisiert und prozessnahe realisiert.
Technologie und Innovationszentrum:
Das Prüfzentrum verwendet Testeinrichtungen wie im Rennsport, wobei bei den Tests von Pöttinger weniger die Fahrdynamik, sondern die Betriebsfestigkeit der Geräte im Vordergrund steht. Zu den Prüfanlagen des Zentrums gehören unter anderem ein 4-Poster zur Simulation von Straßentransporten, ein Multi-Axial-Simulationstisch (MAST) mit einer Nutzlast von 4.500 Kilogramm, eine Klimakammer sowie Antriebs- und Elektronikprüfstände.
Auftragsbezogener Druck der technischen Dokumentation:
In der Sprache des Kunden sprechen, die technische Aktualität gewährleisten, Reklamationen reduzieren und Verschwendung vermeiden --> die Prozessoptimierung durch den auftragsbezogenen Druck macht dies möglich.
Alle Präsentationen stehen im Mitgliederbereich zum Download bereit.
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