IT-Anlagenkosten sind nach den Personalkosten bereits der zweitgrößte Kostenblock. Daher entwickelte sich das IT-Anlagenmanagement zu einer wichtigen Rechenzentrumsaufgabe. IT-Anlagen müssen während ihres gesamten Lebenszyklus von der Beschaffung über Installation, Inbetriebnahme und Wartung bis zur Entsorgung eindeutig identifiziert und lokalisiert werden, um IT-Dienstleistungen vertragskonform und wirtschaftlich erbringen zu können.

Ausgangssituation
Die iT-AUSTRIA ist mit einem Jahresumsatz von 163 Mio. € und rund 625 Mitarbeitern das wichtigste Rechen-
zentrum (RZ) für Finanzdienstleistungen in Österreich. Die Geschichte der iT-AUSTRIA ist eng verknüpft mit dem Gedanken des Outsourcing von Rechenzentren. Am Anfang (1991) stand die Zusammenlegung von Zentral-
sparkasse und Länderbank; 1996 folgte die Integration des RZ der Sparkassen Österreichs und zwei Jahre später die Eingliederung der RZ der Erste Bank und der Creditanstalt Bankverein. Im Zuge der Zusammen-
führung der Bank Austria mit der Hypo Vereinsbank München wurde das Internationale Netz der Hypo Vereinsbank an die iT-AUSTRIA übergeben.

Ziel
Ende 2007 startetet iT-AUSTRIA gemeinsam mit TRICON und dem Projektpartner RODI IT-Consulting GmbH ein Projekt mit dem Ziel, das IT-Anlagenmanagement in RZ durch den Einsatz von RFID-Technologie effizienter und transparenter zu gestalten.

Umsetzung
Im Rahmen dieses Projektes wurden ca. 10.000 IT-Komponenten und die zugehörige Infrastruktur in 3 Standorten bis hinunter zum einzelnen Server-Rack mit RFID-Transpondern ausgezeichnet. Anbringungs-
varianten für unterschiedliche Geräte aus Metall, Kunststoff und Glas ermöglichen eine dauerhafte und flexible Kennzeichnung der Server an der Frontseite. Weiters wurde TIM (Tricon Inventory Management) mit einer Schnittstelle zur bestehenden CMDB-Datenbank (Configuration Management Database) implementiert. Die Anlagendaten werden von TIM per WLAN auf einen RFID-Handheld übertragen. Der zu inventierende Standort und die in den Server-Räumen und -Racks befindlichen IT-Komponenten werden mit dem RFID-Handheld rasch, eindeutig und berührungslos identifiziert. Anschließend werden die Inventurdaten in TIM hochgeladen, das Anlagenverzeichnis aktualisiert und entsprechende Auswertungen erstellt.

Ergebnis
"Früher war die Anlageninventur ein mühsamer manueller Vorgang, jetzt inventieren wir ein ganzes Server-Rack in weniger als 60 Sekunden! Darüber hinaus verbessern die Transparenz und die lückenlose, nachvollziehbare Dokumentation auch die Betriebssicherheit!", unterstreicht Herr Josef Schwarzmann, der Projektverantwortliche, den Nutzen des neuen Systems.

  • Erhöhte Betriebssicherheit durch eindeutige Identifikation der IT-Komponenten, keine Verwechslungen
  • Lückenlose Dokumentation der IT-Komponenten und Infrastruktur und der Inventarisierung

Arbeitsstunden
keine Angaben

Projektleitung
Heinz Windischbauer (Tricon)

Unternehmen
Tricon, http://www.tricon-rfid.com

Kontakt
Heinz Windischbauer

Bereich
Logistiktechnikanbieter

Themenfeld
Systeme & Tools