Das Best Practice Forum am 28. Mai 2009 zum Thema "Transportrecht - Risiken und deren Absicherung" fand großen Anklang.

Fast 40 Personen - sowohl aus produzierenden Unternehmen als auch aus Speditionen bzw. Logistikdienstleister - nutzten die Gelegenheit, Neuigkeiten aus der Welt des Transports zu erfahren. Als Referenten waren RA Dr. Alma Steger von der Rechtsanwaltskanzlei Steger, Mag.(FH) Erwin Langmann von ACE European Group Limited und Clemens Waldmann von Select Versicherungsberatung GmbH eingeladen.

Beschreibung:

Nach einer kurzen Einführung und Präsentation des VNL gab RA Dr. Alma Steger eine Einführung in die Rechtsgrundlagen der klassischen Logistikdienstleistungen (Transport und Lager) unter besonderer Berücksichtigung der Haftung. Nach einer Abgrenzung der verschiedenen Verträge (Speditions-, Fracht-, Lager- sowie Logistikvertrag mit Logistikzusatzdienstleistungen) wurde besonders auf die Haftung aus dem Frachtvertrag nach CMR eingegangen. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrages von Fr. Dr. Steger stellten die AÖSp (Allgemeinen Österreichischen Spediteursbedingungen) dar.

Mag.(FH) Erwin Langmann ging bei seinem Vortrag speziell auf das Risk-Handling, also die Erhebung und dem Umgang mit Risiken in der Supply Chain, ein. Dabei sprach er sowohl vom Risk-Mapping als auch vom Szenarien- und Krisenmanagement. Einige "Spezialfälle" wurden in der Gruppe diskutiert und die Versicherungsdeckung Basis AÖTB "All Risk" wurde vorgestellt. Auch eine Checkliste zur Prüfung des Versicherungsschutzes wurde den Teilnehmern präsentiert.

Der dritte Part der Veranstaltung wurde von Hrn. Prok. Clemens Waldmann gestaltet. Inhalt des letzten Teils waren die Incoterms 2000 sowie die damit verbundenen Tücken. Auch die Ladungssicherung und die damit einhergehende Haftung bei einem Schadensfall wurden eingehend besprochen.

Bei der Vergabe von Aufträgen an Speditionen, Frächter und Logistikdienstleister ist es dem Auftraggeber oft nicht möglich, die spezifischen transportrechtlichen Risiken im Zusammenhang mit diesen Verträgen zu erkennen und allfällige Haftungslücken entsprechend abzudecken.
Dank der drei Experten brachte das Best Practice Forum Licht ins "Transportrecht-Dunkel" und so manche Frage konnte eingehend diskutiert und beantwortet werden.

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