Bei diesem Projekt sollte ein Kostenvergleich der dezentralen und zentralen Lagerhaltung angestellt werden. Als Zentrallager wurde der Standort Wiesau (Mitte - Deutschland) und Prebold (Slowenien) seitens der Geschäftsführung festgelegt. Die Wirtschaftlichkeit dieser Entscheidungen galt es kostenmäßig zu untermauern, wobei Wiesau die skandinavischen Länder sowie den zentraleuropäischen Raum beliefern sollte. Das Zentrallager Prebold wurde für die osteuropäischen Länder herangezogen.
Ausgangssituation
Edelstahlkamine sowie Edelstahl-Sanierungssysteme finden immer mehr Anklang bei den Kunden. Die Edelstahlsysteme werden derzeit dezentral im jeweiligen Schiedel Land gelagert. Hohe Lagerbestände sowie Langsamdreher stellen akute Probleme für das Unternehmen Schiedel dar.
Ziel
Folgende Frage sollte beantwortet werden: Ist eine Zentralisierung von Edelstahlsystemen im Hinblick auf 2 Zentrallager abzulehnen oder zu befürworten? Hierbei sollte eine Kostenanalyse des bestehenden und des neuen Liefersystems angestellt werden. Derzeit werden die Produkte vom Lieferanten in das nationale Lager im Komplettladungsverkehr transportiert. Vom nationalen Lager erfolgen dann Stückgutsendungen zu den jeweiligen Kunden. Bei einem Zentrallager hingegen, fällt die Nähe zum Kunden weg und die Kundenkommissionen müssen im Stückgutverfahren vom Zentrallager direkt an den jeweiligen nationalen Kunden zugestellt werden. Die Mehr- oder Minderkosten für das jeweilige Land sollten berechnet werden.
Umsetzung
Eine umfangreiche interne Datenerhebung spiegelte die kostenmäßigen Gegebenheiten des bestehenden Liefersystems wieder. Preisabfragen bei namhafen deutschen bzw. österreichischen Spediteuren stellten die Ausgangsbasis für die Berechnung der Transportkosten des neuen Liefersystems dar. Die derzeitigen und zukünftigen Personalkosten, Lagerhaltungs sowie Miet- und Bestandskosten wurden in der Berechnung berücksichtigt.
Ergebnis
Für die Schiedel Gruppe würden bei beiden Zentrallagern immense Mehrkosten aufgrund der hohen Stückgutpreise entstehen. Alle kostenmäßigen Vorteile, die eine Zentralisierung mit sich bringen, konnten leider die Nachteile des hohen Kostenniveaus von Stückgutsendungen nicht kompensieren. Für einzelne Schiedel Länder könnten allerdings Kosteneinsparungspotentiale erschlossen werden. Schiedel Österreich könnte bei einer Belieferung aus dem Zentrallager Wiesau 200.000 € p.a. einsparen. Weiters ist eine Versorgung von Serbien und Bosnien aus dem bereits eingerichteten Zentrallager Prebold vorteilhaft.
Arbeitsstunden
608
Projektleitung
Norbert Stuber, http://www.schiedel.de
Unternehmen
Schiedel Schornsteinsysteme, http://www.schiedel.de
Kontakt
Norbert Stuber, norbert.stuber(at)schiedel.de
Bereich
Logistikmanagement
Themenfeld
zentrale bzw. dezentrale Lagerung


