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Modular Sourcing

Modular Sourcing ist eine Beschaffungsstrategie bei der nicht Einzelkomponenten, sondern bereits vollends vorgefertigte Module oder Subsysteme eingekauft werden.


Bei dieser Art der Beschaffung werden anstelle von Rohstoffen oder Einzelteilen gesamte Zwischenprodukte oder Plattformen besorgt, die bereits einen realtiv großen Funktionsumfang aufweisen. Diese Module werden dann als Gesamtes in das Endfabrikat eingebaut. Ein gutes Beispiel für diese Strategie ist die Automobilindustrie, bei der oftmals schon vormontierte Module (Sitze, Cockpits, Türen, ...) von sogenannten System- oder Modullieferanten beschafft werden.

Die Vorteile des Modular Sourcing liegen unter anderem in der Reduktion der Lieferanten. Vorgefertige Module zu beschaffen bedeutet insgesamt weniger Teile zu organisieren, was auch die Anzahl der Lieferanten reduziert. Auch können sich die Unternehmen mehr auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, und eine Reduktion der Typenvielfalt durch ein Baukastensystem ist möglich.

Als Nachteile sind eine verstärkte Abhängigkeit vom Lieferanten und alle damit verbundenen Risiken zu nennen. Auch kommt es zu einem Verlust an Kompetenzen im Unternehmen, und die Einkaufstätigkeit wird in kaufmännischer und technischer Sicht anspruchsvoller.

Findet das Modular Sourcing Anwendung im Unternehmen so spricht man folgend in der Fertigung von einer Plattform- oder Modulproduktion.






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