Lösen Sie Ihre Herausforderungen im
VNL Netzwerk

Werden Sie Teil eines wachsenden Netzwerkes aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft und gestalten Sie aktiv die Entwicklung der Logistik mit!

vnl.atServices / Logistik-Wörterbuch / Logistik-Wörterbuch Detail

Cross Docking

Cross Docking ist ein Distributionssystem, welches die Güter ohne Lagerung in den Regionalzentren verteilt und somit den Aufwand für Umschlagsvorgänge minimiert. Cross Docking ist somit ein wichtiger optionaler Baustein in der Distributionslogistik und dem gesamten Supply Chain Management. Das Konzept verfolgt die Anwendung des Flussprinzips im Bereich der Distribution.


Cross Docking (auch x-docking) entstand in den 1990er Jahren und bezeichnet eine kunden- oder filialgerechte Kommissionierung von Waren. Hierfür wird an einem Transshipment Point in der Docking-Station die Ware bzw. die Sendung aufgebrochen und in gesammelten Kleinmengen an die Filialen weitertransportiert.

Die einzelnen Kunden bzw. Filialen werden von einem LKW, der viele Warenbestellungen abdeckt, beliefert. Diese Zentralisierung führt zu einer drastischen Reduktion der Anzahl von Transportwegen. Weiters werden so Ein- und Auslagerungsprozesse vermieden.

Der Name Cross Docking entstammt der Vorgehensweise, bei der auf einer Seite der Wareneingang erfolgt, während auf den gegenüberliegenden Seiten LKW wieder beladen werden. Wichtig dabei ist, dass die Ware nicht mehr zwischengelagert wird, sondern nur in wenigen Stunden umkommissioniert wird.


Merkmale & Vorraussetzungen

Der Aufbau dieser Distributionsstrategie erfordert meist ein hohes Investitionsvolumen und gut strukturierte Prozessabläufe.

Mittels Cross Docking kann eine Erhöhung der Lieferperformance in Richtung 24-Stunden-Service realisiert werden. Vorraussetzungen dafür sind rasche Umschlagsfrequenzen und ein großes Auftragsvolumen, die eine möglichst effiziente Liefermengenbündelung gegenüber Direktbelieferungen gewährleisten.

Damit der Warendurchsatz möglichst hoch ist, werden in vielen Fällen technische Systeme oder Teilsysteme für Kommissionierungen, Transport und Verpackung installiert und mit Informations- und Kommunikationssystemen (zum Beispiel mittels strichcodierter Auszeichnung) gekoppelt.


Vorteile

  • Vermeidung von Ein- und Auslagerungsprozesse
  • Minimierung des Lagerplatzbedarfes
  • Geringere Durchlaufzeiten
  • Zeitgerechtere Anlieferung
  • Vereinfachte Anlieferung der einzelnen Filialen durch erleichterter Wechsel der Ladehilfsmittel


Anwendung

Angewendet wird Cross Docking vor allem im Handel und kann auf zwei verschiedene Arten praktiziert werden. Zum einen als einstufiges Verfahren, sodass bereits der Absender die Ware kennzeichnet und sie nur über den Cross-Docking Punkt an den Endempfänger weitergeleitet wird. Hierbei ist als Endpunkt die einzelne Filiale bzw. Niederlassung angegeben. Die zweite Möglichkeit ist ein zweistufiges Cross-Docking-Verfahren. In diesem Fall kommissioniert der Absender bezogen auf den Cross-Docking-Punkt und der Empfänger übernimmt die filialgerechte Kommissionierung.






Mit Unterstützung von:
Unsere Partner: