Projektlogistik hat lange Planungs- und Vorlaufzeiten – und Flexibilität ist Voraussetzung für das Gelingen. Dies wurde bei unserer Fachveranstaltung „Breakbulk und High & Heavy“ sehr greifbar, denn die tägliche Praxis erfordert eine umfassende Kenntnis der gesamten Transportkette und die umsichtige Reaktion auf möglicher Ereignisse.
Die Grenzen zwischen Container- und Breakbulk-Verkehren verschwimmen zusehends: Projektladungen wandern zunehmend auf Containerschiffe, weil sich Marktmechaniken verschieben. Liniendienste bei Breakbulk weichen Charterdiensten. Gleichzeitig suchen Container-Reedereien neue Wege, ihre Auslastung zu sichern.
Der „ideale“ Ladungsmix bzgl. Größen und Gewichte für Breakbulk-Schiffe ist in der Praxis immer schwieriger erreichbar. Die Folge sind steigende Charterkosten und schwierige Planbarkeit.
Infrastruktur ist maßgebend: Was nützt die beste Planung, wenn Wasserstände sich schnell verändern oder das Umschlags-Equipment im Zielhafen nicht ausreicht? Die kostenoptimale Durchführbarkeit entscheidet sich entlang der gesamten Transportkette.
Innovation findet statt: Autonome Binnenschiffe, neue Antriebe, digitale Lösungen, neue Geschäftsmodelle („Bulk to Multimodal“), flexible Wasserbauten, Dual Use,… die Lösungsansätze sind da.
Logistik muss frühzeitig gedacht werden: Wer großformatige Anlagen konstruiert, muss Transportfähigkeit von Anfang an mitdenken. Sonst wird aus technischer Machbarkeit schnell ein logistisches Problem.
🙏 Ein großes Dankeschön an die Referentinnen und Referenten für die Praxiseinblicke und die intensive Diskussion – insbesondere an
Werner Auer
Franco Ravazzolo
Lisa-Maria Putz-Egger
Daniela Fuchshuber
Daniela Kristaly
Oliver Schauer
17.06.2026 09:30 - 18.06.2026 17:00
Linz
Regina Rotterbauer
Administration und Teilnehmerverwaltung