Das Logistik-Future-Lab 2026 fand am 17. Juni 2026 im Design Center Linz statt und bildete den Auftakt zur zweitägigen VNL-Veranstaltung „Logistik-Future-Lab & Österreichischer Logistik-Tag 2026“. Unter dem Leitmotiv „Im Umbruch agieren“ stand die Frage im Zentrum, wie Unternehmen mit gleichzeitigen geopolitischen, technologischen und energiewirtschaftlichen Umbrüchen umgehen können.
Der Vormittag war stark geopolitisch geprägt:
- Karim El-Gawhary, langjähriger ORF-Nahost-Korrespondent, eröffnete mit dem Schwerpunkt „Krisenherd Nahost“.
- Gerhard Mangott, Politikwissenschaftler der Universität Innsbruck, ordnete Russland und China ein.
- Josef Braml, USA-Experte und European Director der Trilateralen Kommission, sprach über geoökonomische Chancen- und Risikoanalysen für Unternehmen.
Damit wurde die zentrale Botschaft des Tages gesetzt: Lieferketten sind nicht mehr nur operative Netzwerke, sondern zunehmend Teil geopolitischer Macht- und Risikostrukturen.
In den Fachsequenzen wurde diese Ausgangslage in konkrete Handlungsfelder übersetzt. Diskutiert wurden unter anderem
- die Steuerbarkeit globaler Lieferketten bei blockierten Transportrouten und Hafenüberlastungen,
- Wasserstoff als Baustein klimaneutraler Supply Chains,
- Agentic AI, Geo-Intelligenz und Quantencomputing im SCM,
- sprunghafte Preissteigerungen in Beschaffung und Materialversorgung,
- KI und Robotics im Warehousing,
- zirkuläres Ressourcenmanagement
- sowie die strategische Rolle des Binnenschiffs im Multimodalverkehr.
Im Anschluss an das Logistik-Future-Lab wurde der Österreichische Logistik-Preis verliehen. ⇒ zum Rückblick Österreichischer Logistik-Preis 2026
Am Tag danach fand der 33. Österreichischer Logistik-Tag statt. ⇒ zum Rückblick 33. Österreichischer Logistik-Tag
